|
Im Dorf geht die Angst um. Schon zwei kleine Mädchen sind innerhalb nur eines Jahres spurlos verschwunden. Zum anderen taucht schon zum zweiten Mal ein Findelkind auf dem Gutsbesitz des Grafen Rudolph von Mordeisen auf. Die Dorfbewohner haben schon bald eine Erklärung für diese mysteriösen Ereignisse: Der Teufel selbst ist es, der die Seelen der guten Kinder holt. Denn aus diesen Seelen macht er seine eigenen Kinder, die er den Grafen und Fürsten dieser Welt als Findelkinder unterschiebt.
Der herrschaftliche Gerichtsschöffer Michael Leßker hingegen weiß, dass er es in diesen Fällen nicht mit dem Teufel, sondern mit Menschen aus Fleisch und Blut zu tun hat. Gemeinsam mit seinem jungen Gehilfen Franz Brodkorb ist er mit der Aufklärung dieser Fälle betraut. Doch leider hat er schon mit seiner eigenen herrschsüchtigen Mutter alle Hände voll zu tun, da bleibt kaum Zeit für Ermittlungen.
Bis zum Ende des Stückes müssen er und die anderen Dorfbewohner erkennen, dass vieles anders ist, als es auf den ersten Blick erscheint und dass der Teufel in mancherlei Gestalt aufzutreten vermag.
aus: Rundblicklesebuch, Sax-Verlag S.26-29 (1612 Magister Schwerdtfeger und die Findelkinder). |